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Boardwahl und Einstellung

Je nach Boardtyp und Fahrstiel variiert die Einstellung der Bindung. Die Bindungsposition ist bestimmt durch den Bindungsabstand sowie dem Winkel zur Boardquerachse. Die grobe Position der Bindung lässt sich an den Inserts im Brett schon erkennen. Bei einem richtigen Freerider wird man gleich sehn, dass die Nose etwas länger als das Tail ausfällt, damit die Nose im Powder besser aus dem Schnee kommt

Die Standposition ist also leicht nach hinten versetzt. Im Park steht man lieber mittig am Board, Freestyle-Bretter sind eben auch oft TwinTip-Boards die will man ja auch faky fahren. Der Abstand zwischen vorderem und hinterem Fuß und der einzustellende Winkel ist je nach Boardtyp, Größe des Fahrers und den gewünschten Fahreigenschaften anzupassen. Daher lohnt es sich bei der Montage der Bindung gelegentlich auch etwas auszuprobieren.Durch etwas breiteren Bindungsabstand kann die Boardkontrolle verbessert werden. Normalerweise sollte dieser Abstand ungefähr schulterbreit sein, als Maß kann auch die Länge von Knie bis Fußknöchel genommen werden. Der Bindungswinkel variiert von -8 bis 60 Grad.

Im Race-Einsatz ist der Winkel zwischen Bindungslängs- und Boardquerachse aufgrund der festgelegten Fahrtrichtung und der sehr hohen Geschwindigkeit sehr steil, je steiler der Winkel desto krasser kann gecarvt werden. Beim Freestyle werden an der hinteren Bindung teils sogar negativ Winkel gefahren um das Fahren in beide Richtungen zu erleichtern. Für einen Anfänger empfiehlt es sich die Bindung erst einmal fix in eine Richtung einzustellen, die Masse 30 Grad vorn und 15 Grad hinten sind für den Anfänger meisst optimal, so kommt der Neuling mit den Richtungen erst mal nicht durcheinander.

Folgende Maße dienen als Anhaltspunkte für die Einstellung:
Race und Slalom, schmale Boards, große Schuhe:
60 Grad vorn und 55 Grad hinten
Freecarve, mittelbreite Boards:
45 bis 60 Grad vorn und 55 Grad hinten
Freeride, mittelbreite Boards, weich:
20 bis 40 Grad vorn und 25 Grad hinten
Freestyle, Halfpipe, breite Boards:
0 bis 30 Grad vorn und 0 bis 15 Grad hinten
Bei Plattenbindungen kann unter die hintere Bindung ein sogenannter Cantingkeil geschoben werden, dieser kippt die Bindung zwischen 0 und 8 Grad an. Dadurch ist die Beinstellung anatomisch günstiger und entspannter, das Körpergewicht kann leichter auf den vorderen Fuß gelegt werden.


Die Boardwahl

Bei der Wahl des Snowboards muss man sich eigentlich nur eine Frage stellen: Will man irgendwelche Tricks und Sprünge machen oder doch eher schnell und "viel" Fahren ?

Freestyleboards:

Freestyleboards sind am besten für den Einsatz im Funpark geeignet. Da diese Boards sehr kurz und damit auch sehr leicht sind, sind Sprünge damit leichter durchzuführen.

Merkmale:

höher aufgebogenen Nose und Tail
kürzere effektive Kantenlänge
breiter als andere Boards
geringe Taillierung
werden mit Softbindungen gefahren

Freerideboards:

Freerideboards haben viele Gemeinsamkeiten mit Freestyleboards. Es handelt sich dabei um Allroundboards die im Gegensatz zu den Freestyleboards auch für den Einsatz auf der Piste geeignet sind. Diese Boards eignen sich jedoch auch für Sprünge und Tricks auf der Pist oder im Funpark.

Merkmale:

stärkere Taillierung als Freesytyleboards
schmäler jedoch länger
besonders gut für Anfänger geeignet
können mit Soft- und Plattenbindung gefahren werden

Raceboards:
Diese Boards eignen sich für alle die vor allem sehr schnell fahren wollen. Durch die extreme Taillierung und Länge wird eine sehr sicheres Kurvenverhalten erreicht.

Merkmale:

extrem lang und schmal
starke Taillierung
keine Aufbiegung am Tail
durch Plattenbindung und Hardboots wird bessere Kraftübertragung erreicht

Freecarveboards:

Freecarveboards sind eine Abwandlung der Raceboards. Sie eignen sich auch sehr gut zum Carven. Man kann sie auch als eine Varianten zwischen Freeride- und Raceboards bezeichnen.

Merkmale:

breiter und kürzer als Raceboards
längere effektive Kante als Freerideboards
manche haben gering Aufbiegung am Tail
sollten mit Plattenbindung und Hardboots gefahren werden, damit beim Carven die Kraft optimal übertragen wird

Boardlänge:

Natürlich spielt auch die Länge des Snowboards eine wichtige Rolle. Das Board sollte mindestens bis zum Kinn und maximal bis zur Nase. Umso kürzer das Board desto drefreudiger aber unruhiger bei Schussfahrten ist es. Längere Boards sind viel laufruhiger. Außerdem bieten sie auf Grund der längeren effektiven Kante bessere Griffigkeit, besonders auf hartem und eisigem Untergrund.

Glossar

Inserts
viele kleine Metallstücke, die beim Boardbau mit eingearbeitet werden. Alle 4 cm kommt ein Insert. Diese Machart nennt man 4 x 4 Lochstich. Sie sind zur Befestigung der Bindung notwendig.

Stance/Abstand
durch die verschiedenen Inserts können verschiedene Bindungsabstände montiert werden. Der Abstand richtet sich nach Rider und Körpergröße.

Sidecut/Radius
würdest Du die effektive Kante Deines Boards solange verlängern bis ein Kreis herauskommt, dann erhältst Du den Kreisradius (in m), den Du mit Deinem Board fahren kannst. Hast Du z.B. einen kleinen Radius (unter 9 m) so ermöglicht er radikalere Turns, liegt der Radius eher bei 10-11 m, so eignet er sich für langgezogene Kurven.

Effektive Kante
das ist die Kante, welche den Schnee berührt. Sie ist der effektive Teil der benötigt wird, um eine Kurve fahren zu können. Je nach Schnee- & Pistenverhältnissen ist es wichtig, die Kante mehr oder weniger zu belasten.

Nose - Tail
Schaufelaufbiegung am vorderen/hinteren Ende des Boards. Um die Breite Deiner Nose zu messen, beginnst Du an der Stelle, bevor die Rundung und die Aufbiegung beginnt.

Waist
Boardbreite in der Mitte des Boards.
 
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